Radonbelastete Matratzen in Südkorea

27.05.2018 15:18

radon in matratzen aus südkorea

Matratzen aus Südkorea radioaktiv verstrahlt!

Ein Skandal erschüttert die Öffentlichkeit in Südkorea. Der Matratzenhersteller Daijin Bed Co. hatte dort Teile seiner produzierten Matratzen mit Monazit behandelt. Das Gestein enthält jedoch häufig hohe Anteile verschiedener radioaktiver Verbindungen. So kann Monazit aus bis zu 20 % radioaktiver Thoriumdioxid-Verbindungen bestehen sowie Uranoxid in geringen Mengen enthalten (bis zu 1 %). Beim Zerfall dieser radioaktiven Stoffe wird Radongas freigesetzt. Radongas ist ebenfalls radioaktiv und setzt bei seinem Zerfall Alphastrahlung frei. Das Gas kann auch vom Menschen eingeatmet werden. Wird das Gas über einen längeren Zeitraum über die Lunge aufgenommen, so wird die Entstehung von Lungenkrebs gefördert.

 

In Südkorea beschäftigt sich seit Mai 2018 eine Anwaltskanzlei mit dem Fall. Bisher haben sich mehr als 1500 Menschen der Klage gegen den Matratzenhersteller angeschlossen. Und auch die südkoreanische Strahlenschutzkommission hat sich dem Fall angenommen. Nach Messungen an einigen Matratzen der Firma Daijin Bed Co. wurden Strahlenwerte festgestellt, die knapp 10-fach über dem erlaubten nationalen Standardwert lagen. Und auch die Mitglieder der südkoreanischen Umwelt- und Gesundheitsbehörde meldeten sich zu Wort: Sie verlangten eine genaue Aufklärung des Falls sowie eine genaue Untersuchung der betroffenen Matratzen.

 

Die Firma Daijin Bed Co. hat sich bereits öffentlich für den Fall entschuldigt und ist gerade dabei, betroffene Produkte zurückzurufen. Ob belastete Matratzen auch nach Deutschland gelangt sind, kann derzeit noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Matratzen können jedoch leicht selbst auf radioaktive Strahlung untersucht werden. Beispielsweise können Sie die Radonwerte mit dem Messgerät „Radon Eye“ einfach selbst messen. Dazu das Messgerät auf die Matratze stellen und die Messung über einen Zeitraum von mehreren Stunden durchführen.


Bild: Screenshot von "The Korean Herald"


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