Radon-Messpflicht an Arbeitsplätzen

18.07.2018 17:28

Bild radonmessungen an arbeitstätten


Radonmessungen ab Ende 2018 an Arbeitsplätzen Pflicht!

In Deutschland werden bald Strahlenschutzgebiete festgelegt – und dies hat Folgen für alle Arbeitergeber. Es wird eine Messpflicht für Kellerräume und das Erdgeschoss geben.

Wer seine Arbeitsstätten in Kellerräumen oder im Erdgeschoss untergebracht hat, der muss sich ab Ende 2018 auf eine schriftliche Aufforderung zu einer Radonmessung gefasst machen. Denn Ende des Jahres tritt das neue Strahlenschutzgesetz in Kraft, das von der EU beschlossen wurde und von der Regierung in nationales Recht umgewandelt wird. Betroffen sind zunächst nur Menschen, die in Radon-Risikogebieten wohnen. Die genauen Risikogebiete werden zurzeit noch festgelegt.

Radon ist ein radioaktives Gas, das bei seinem Zerfall Alphastrahlung abgibt und die Entstehung von Lungenkrebs fördert. Zum Schutz der Gesundheit von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz wurden von unserer Regierung neue Grenzwerte festgelegt. Wird der Grenzwert überschritten, so muss der Arbeitgeber Gegenmaßnahmen einleiten. Belastete Arbeitsstätten müssen entweder geräumt oder es müssen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Das Gesetz betrifft bisher nur Arbeitgeber. Für private Wohnräume ergeben sich zunächst weder für den Mieter noch für den Vermieter irgendwelche Änderungen.

 

Radon-Risikogebiete: Süd- und Ostdeutschland besonders betroffen

Die genauen Radon-Risikogebiete werden zurzeit noch festgelegt. Grob lässt sich aber sagen, dass die meisten Risikogebiete in Süd- und Ostdeutschland liegen. Besonders betroffen ist beispielsweise die Schwarzwald-Region, der Bayrische Wald, Gebiete rund um Ulm und Villingen-Schwenningen sowie große Teile Thüringens und Sachsens. Wer sich einen genaueren Überblick verschaffen möchte, der kann bisweilen nur auf sogenannte Radonlandkarten zurückgreifen, wie sie zum Beispiel auf der Website des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zu finden sind. Die Karten geben Hinweise auf die regionale Verteilung von Radongas in der bodennahen Luft. Die Gebiete, die nun aber für radonbelastete Arbeitsstätten ausgezeichnet werden, können von den Risikogebieten dieser Karte nochmals abweichen.

Um die Gebiete möglichst exakt zu erfassen, werden zur Zeit Messungen in ganz Deutschland vorgenommen. Erst wenn die Belastungszonen für Radon an Arbeitsstätten ermittelt und ausgewiesen wurden, werden die Messungen von Radon in Kellern und Erdgeschossen endgültig zur Pflicht. Arbeitgeber müssen der Verpflichtung anschließend innerhalb von 18 Monaten nachkommen. Die genauen Abläufe werden vom Bund gerade festgelegt und in einer Verordnung geregelt.

 

Radon-222 in ganz Deutschland zu finden

Radon kommt fast überall in Deutschland vor. Auch in Norddeutschland gibt es immer wieder Hotspots, an denen stark erhöhte Radonwerte gemessen werden. Um sich zu schützen, können Menschen nur versuchen, sich nicht in hochbelasteten Räumen längere Zeit aufzuhalten. Durch erste Lüftungsmaßnahmen können Radonspitzen abgemildert werden. In schwierigen Fällen werden Sanierungsmaßnahmen notwendig.

Radon kann sich in allen Innenräumen ansammeln. Arbeitsstätten im Keller und im Erdgeschoss sind allerdings besonders betroffen. Die Konzentration nimmt meist zu den oberen Stockwerken hin ab. Die Messverpflichtungen für Radon an Arbeitsplätzen gelten darum nur für die untersten Räumlichkeiten in Gebäuden.

 

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Bild: Aleksander,  #163450194, Fotolia


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